
Simone Oldenbung
MdL, Die Linke
„Es ist grotesk, wenn sich SPD und CDU heute mit der Verbeamtung von Referendarinnen und Referendaren einer historischen Tat brüsten und verkünden, damit die Qualität an Schulen zu sichern“, erklärte Frau Oldenburg am Donnerstag. Bessere Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer oder dringend erforderliche Förderstunden für die Kinder seien damit jedenfalls nicht geschaffen. „Die Landesregierung hat nicht den Mut und ist zu knausrig, tatsächlich mehr Mittel für die Verbesserung von Schule und Bildung zu investieren“, betonte Frau Oldenburg. Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit von guten Schulen und gutem Unterricht basierten nicht auf dem beruflichen Status der Lehrkräfte. „Dabei ist die Verbeamtung nur ein Verschiebebahnhof, wenn die Pensionen für die Beamtinnen und Beamten anfallen, muss das Land tief in die Tasche greifen.“
„Mit der Verbeamtung von Lehrkräften, die nicht über 40 Jahre alt sind, werden wir künftig ein 3-Klassen-System in den Lehrerzimmern haben“, sagte Frau Oldenburg. „Neben den Beamtinnen und Beamten haben wir 10 000 Lehrerinnen und Lehrer in MV, die im Angestelltenverhältnis verbleiben. Und die niedriger bezahlten Lehrkräfte an den Grundschulen schauen weiter mit dem Ofenrohr ins Gebirge, denn es soll weiterhin gelten: Kleineres Geld für den Unterricht kleinerer Kinder“, so Frau Oldenburg. „Das ist ein unhaltbarer Zustand.“