23. Juni 2014

Dietmar Bartsch in Salvador da Bahia
Quelle: Webseite Dietmar Bartsch
War das jetzt Instinktlosigkeit, das WM-Fieber oder einfach Selbstüberschätzung von Dietmar Bartsch, dass er sich zu der Teilnahme hat hinreißen lassen. Ich tendiere hier zum Ersteren, den von unserem Vize-Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag hätte ich entschieden etwas Anderes erwartet. Vor vier Jahren hatte die Linke demonstrativ ihre Zusage zur Begleitung der Kanzlerin zur WM nach Südafrika wieder zurückgezogen – auch wegen der hohen Kosten für die kurze Visite.
Das war glaubhaft und authentisch, Opposition gegenüber den Regierungsparteien, ist NICHT verhandelbar.
Umso schlimmer wiegt, die mehr als müde vorgetragene Rechtfertigung von Dietmar Bartsch.
Der Fußball-Fan Dietmar Bartsch hätte mit Lufthansa für ~ 1400€ Hin-und Rückflug nach Brasilien fliegen können und somit seine Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der brasilianischen Protestbewegung sowie ein spannendes Projekt, wo Mädchen und Jungen aus komplizierten Familiensituationen gemeinsam Fußball spielen, wahrnehmen können.
Und diese „politischen Aktivitäten“ hätten es auch gerechtfertigt, wenn die Kosten der Reise dann die Partei Die Linke übernommen hätte.
Das hätte unserer Partei authentischer und ehrlicher zu Gesicht gestanden!
Thomas Pagels
BO Die Linke Grevesmühlen
1 Kommentar
Lieber Thomas Pagels,
ich kann deine Meinung zu 100% teilen. Ich sehe des öfteren, dass Dietmar Bartsch eine sonderbare Vorstellungen von Linker Moral hat. Ist das nun Angepasstheit, „Zukunftsvorsorge“ oder Profilneurose – noch komme ich zu keinem Ergebnis.
LG
ReiHe44