Die Pressefreiheit wird in Deutschland jetzt schon mit der Waffe bedroht!
Wie die Junge Welt gestern mitteilte, wurde der Kameramann von der Nachrichtenagentur Rubtly TV in Berlin, Romas Dabrukas, der eine Aktion von Überwachungsgegnern filmen wollte, von einem deutschen Polizisten mit den Worten „›Kamera aus oder ich schieß’‹“ bedroht. Dabei ging es bei dieser Aktion völlig harmlos zu. Die Überwachungsgegner wollten mit Technik Bilder an die Gebäudewand des US-Konsulates projizieren. Es ging darum, mit Lichtbildern von Anonymus-Masken gegen die Überwachung des amerikanischen Geheimdienstes NSA in Deutschland zu protestieren. Die Einschränkung der Pressefreiheit ging soweit, das Kameras und Speichermedien von der Polizei eingezogen wurden. Auch die Überwachungsgegner wurden mit der Waffe bedroht und somit an der Ausführung ihrer Aktion gehindert. Und allen Personen wurde ein Platzverweis ausgesprochen.
Es sei an dieser Stelle noch einmal an den Artikel 5 des Grundgesetzes erinnert: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Vielleicht ist es an der Zeit, den Artikel 5 sowie den Artikel 10 des Grundgesetzes zu einem Supergrundrecht zu machen!
Romas Dabrukas arbeitet als Kameramann für die Nachrichtenagentur Rubtly TV in Berlin. Diese bereitet internationale Nachrichten für Onlinemedien auf und gehört zur Mediengruppe Russia Today. Er konnte seinen litauischen Presseausweis vorweisen und er gab den deutschen Polizisten die Telefonnummer der Presseagentur Rubtly TV, für eine Rücksprache.
Ein skandalöser Vorgang, im demokratischen Deutschland über den kein bürgerliches (unabhängiges) Medium bis zum jetzigen Zeitpunkt berichtet hat!
Adresse der Ruply TV:
Ruptly GmbH
Lennestrasse 1
10785 Berlin
Tel.-Nr.: +49 30 3198 72 300
