Drei Uhr: Das ist auch für eine politische Kampagne früh. Da der Zweck aber unter bestimmten Umständen bekanntlich die Mittel heiligt, war die Uhrzeit für DIE LINKE Mecklenburg-Vorpommern kein Hindernis. Mit einer spektakulären Aktion auf der Rügenbrücke und in Wismar, Rostock, am Darß, in der Region Usedom, bei Schwerin und Waren machte DIE LINKE erneut darauf aufmerksam, dass es in der Tourismuswirtschaft immer noch keine Mindestlöhne gibt.
Mecklenburg-Vorpommern ist als Niedriglohnland die traurige Nummer 1. Die Situation hat dramatisches und absolut unakzeptables Ausmaß angenommen. 75 % der Jugendlichen und ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und –arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern sind im Niedriglohnsektor beschäftigt. Der DGB schätzt ein: „Die Landesregierung nutzt die niedrigen Löhne, um sie als Standortvorteil für Investoren anzupreisen.“
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DIE LINKE hat realisierbare Alternativen:
- Als einzige Partei tritt DIE LINKE konsequent für einen gesetzlichen, existenzsichernden und branchenübergreifenden Mindestlohn von 12,50 Euro ein.
- DIE LINKE setzt sich für ein Landesvergabegesetz für öffentliche Aufträge ein, das konsequente Tarifbindung und menschenwürdige Löhne gewährleistet.
- DIE LINKE blieb und bleibt bei ihrem Nein zu Hartz IV und fordert stattdessen eine menschenwürdige Grundsicherung.
- DIE LINKE will eine Wirtschaftspolitik, die sich an beschäftigungspolitischen Kriterien, nachhaltigen unternehmerischen Zukunftsstrukturen und der Gewährleistung existenzsichernder Löhne durch die geförderten Unternehmen orientiert.
- DIE LINKE fordert eine aktive Arbeitsmarktpolitik statt der Finanzierung von Arbeitslosigkeit.
Alle Projekte und Vorschläge der Partei DIE LINKE in Mecklenburg-Vorpommern sind finanziell durchgerechnet und realisierbar.
3 Kommentare
Totgeschwiegen
Am heutigen Abend (04.07.) „berichtete“ der NDR über unsere Aktion auf der Rügenbrücke. Hauptaussage: DIE LINKE behinderte den Verkehr und Gregor Gysi winkte die Autofahrer durch. Kein Wort zur Aufschrift des Banners, kein Wort von der Presseinformation. Es ist doch schon etwas seltsam, wie der Nordableger des öffentlich-rechtlichen Fernshens mit dieser Aktion umging. Oder unterstützt der NDR womöglich die Niedriglöhne in MV? 😯
Frühmorgentlich – cool und Hut ab! (Wer nimmt mal das „o“ aus der Direktkandidatin raus? „Direktkandidation“ ist einfach blöd.)
@Ingrid
Vielen Dank für den Hinweis.
Auch die OZ (Rügener Ausgabe) berichtet nur über kilometerlange Staus, Verkehrschaos etc. und über die Aktion des Straßenbauamtes Stralsund um 10.40Uhr mit über 15 Mitarbeitern. Und das sich Politiker der CDU und FDP mal wieder reißerisch geäußert haben.
Zumindest ist in der Printausgabe ein etwas unscharfes Bild vom Banner zu sehen.
Einen wirklich wohltuenden Zeitungsartikel hat heute das Neue Deutschland veröffentlicht.