Anfang Dezember 2025 wurde an der Universität der Bundeswehr in Hamburg ein »Wargame«, also die Simulation eines Kriegsszenarios von Springers Welt gespielt. »Was, wenn Russland uns angreift?« war das Thema.
Doch wird Krieg nicht nur gespielt. Real folgte ab Januar 2026 das Kriegsmanöver „Quadria 2026“ unter deutscher Führung, dass bis März laufen soll.
Die Bundeswehr gibt an, dass Quadriga 2026 nicht mehr als reine Übung, sondern als einsatznahe Operation angelegt ist. Ihre Spezialkräfte trainierten im Rahmen des Manövers mit Blick auf einen Krieg gegen Russland „urbane und maritime Spezialoperationen“. Im Fokus steht die „kurzfristige Verlegung unmittelbar kampfbereiter Einsatzkräfte auf allen Transportwegen“ nach Litauen und damit in Richtung russische Westgrenze. Es geht um die „sofortige Erprobung der Einsatzbereitschaft als Kampfverband“ sowie die Rückverlegung von Verwundeten von der Ostfront nach Deutschland ins zivile Gesundheitssystem.
„Es liegt in unserem Interesse, dass dieser Krieg noch etwas weitergeht“, sagte Tagesspiegel-Journalist Christoph von Marschall in der Phoenix-Talkshow „Internationaler Frühschoppen“. Das gebe Deutschland die Möglichkeit, „eine glaubwürdige Abschreckung“ gegenüber Russland aufzubauen.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an die Äußerung eines hochrangigen US-Militärs in Deutschland der kürzlich bemerkte, dass Kaliningrad für die NATO ein leicht zu nehmendes Gebiet ist, um Russland zum Einlenken zu zwingen.
Eine Sperrung des Landzugangs nach Kaliningrad durch baltische Staaten würde eine militärische Reaktion Russlands hervorrufen. Dann könnte man von einem russischen Angriff auf die NATO sprechen.
Die Kriegsspiele und Manöver bereiten solche Szenarien vor.
Auch französische Militärs drängen auf Krieg. Der Verteidigungsministeriums Fabien Mandon legte die französischen Militärstrategie auf See für die kommenden Jahre dar. Diese sollte vorwiegend offensiv und präventiv gegen einen „Feind“ ausgerichtet sein. Eine Blockade russischer Zugänge zu den Weltmeeren beschrieb er als angestrebtes Szenario. Die Ostsee nannte Mandon ungeachtet mehrerer russischen Häfen als NATO-Binnengewässer. So wie die USA Iran mit ihrer Flotte unter Druck setzen, könnten die westlichen Länder auch mit Russland umgehen.
In den Tiefen der britischen Staatsmaschinerie wird derzeit geprüft, wie man in die Fußstapfen der USA treten und Tanker mit russischem Öl – oder einfach Schiffe auf verschiedenen Sanktionslisten, die nach Russland fahren – mit Gewalt festhalten könnte.
Alle diese Pläne drängen aber auf einen direkten Krieg mit Russland.
Horst Neumann Bad Kleinen
07.02.2026