Image Kampange der Bundeswehr für 10,6 Millionen – echt hipp

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Na dann viel Glück.

Na dann viel Glück.

Karrierechancen beim Militär! Damit das der geneigte Bewerber auch in den buntesten Farben gemalt bekommt, hat die Bundeswehr jetzt eine 10,6 Millionmen € teure Kampange gestartet. Wörter wie ‚Tod‘, ‚Töten‘, ‚Sterben‘ oder ‚Krieg‘ kommen in dieser Kampange nicht vor. Das die laut deutschem Grundgesetz reine Verteidigungsarmee aktuell in 16 Auslandseinsätzen aktiv ist, verschweigt die Kampange. Gleichzeitig werden die seit 1992 gefallenen 106 Soldat/innen mit keinem Wort erwähnt.
Für runde 100€ hat jetzt eine Initiative, das PENG-Kollektiv, eine Anti-Bundeswehr-Kampagne gestartet, die äußerst effektiv ist. Der Twitter-Hashtag #machwaszaehlt schaffte es am Wochenanfang in die Top-Ten in Deutschland gleich hinter #HelmutSchmidt – und verbreitet sich immer mehr.
10,6 Millionen € – was hätte dieses Geld nicht alles im humanen Sektor bewirken können? Es gibt so viele sinnvolle Berufe, die unsere Gesellschaft wirklich voranbringt!

machwaszaehlt

3 Kommentare

  • Peter Gross sagt:

    Wörter wie ‚Tod‘, ‚Töten‘, ‚Sterben‘ oder ‚Krieg‘ kommen in dieser Kampange nicht vor. Das die laut deutschem Grundgesetz reine Verteidigungsarmee aktuell in 16 Auslandseinsätzen aktiv ist, verschweigt die Kampange. Gleichzeitig werden die seit 1992 gefallenen 106 Soldat/innen mit keinem Wort erwähnt.

    —> Da ACTIVE FENCE operativ beendet ist und OAE keinen latenten Einsatz darststellt, sind es lediglich aktuelle 14 Auslandseinsätze. Sie verschweigen leider, dass keiner davon ein Kampfeinsatz ist.

    106 tote Soldaten ergeben rechnerisch ein jährliches Mittel von 4 pro Jahr. In den vergangenen drei Jahren waren es jeweils 3 Opfer pro Jahr. Bedauerlich genug. Aber weshalb sollte angesichts dieser Zahlen ausgerechnet die Bundeswehr in ihrer Werbung von „Tod, Töten oder Sterben“ reden, wenn jährlich (!) 79 Verwaltungsangestellte während ihres Dienstes in ihrem Büro ums Leben kommen? Oder 54 Schreiner und Schlosser? 91 Bauhandwerker? Warnen die denn auch bei der Einstellung vor dem Tod? Schließlich ist der in diesen Berufen bis zu 23 x wahrscheinlicher als bei dem des Soldaten.

    Denken Sie mal darüber nach. Und räumen Sie Ihr Büro. Sie arbeiten unter Lebensgefahr!

  • Martin sagt:

    #Peter Gross

    Sie oder ihre Kinder sind ja dann in der Bundeswehr genau richtig. Sollten sie dann aber einmal im Mali oder Afghanistan, vielleicht ja bald auch in Syrien, schön mit einem Bein auf einer Landmine stehen – einfach cool bleiben und natürlich viel Glück.
    Mein Segen haben sie auf jeden Fall.

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