Madsack & SPD – tarifliche Arbeitsplätze sind doch Mist

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Hinweisschild

Hocherfreut zeigte sich der zuständige SPD-Landrat Jörg Farr im niedersächsischen Rodenberg über die Stärkung des Traditionsunternehmens Oppermann und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Was er dabei völlig vergaß, das Familienunternehmen Oppermann hat sich 2014 aus der Tarifbindung verabschiedet und hatte sich so für den Vertragsabschluss mit dem Medienkonzern Madsack (u.a. Ostsee-Zeitung) erst hübsch gemacht. Gleichzeitig vergisst er an dieser Stelle, dass der Konzern Madsack seine Druckerei am Stammsitz Hannover dicht machen will und somit 180 tariflich gebundene Arbeitsplätze vernichtet wird. In Arbeitgeberkreisen ist das ganz bestimmt ein tolles Beispiel für unternehmerisches Denken. Für eine Verlagsgesellschaft die zu 100% der SPD gehört, der ddvg, ist das leider ein Armutszeugnis. Die ddvg ist mit 23,1 Prozent der größte Anteilseigner bei dem Verlagshaus Madsack.
Die Vernichtung von 180 tariflichen Arbeitsplätzen um dafür 45 nichttarifliche Arbeitsplätze zu schaffen, ist also die neue Gewinnmaximierungsmethode eines von einer SPD-geführten Verlagsgruppe. Aber das ist erst der Anfang. Bis zum Jahre 2018 will die Konzernspitze bei Madsack jährlich 44 Millionen Euro einsparen. Dafür werden noch ganze Abteilungen dicht gemacht. Auch im Norden des Landes. Die erst 2007 gegründete Gemeinschaftsredaktion in Lübeck für beide Lokalblätter Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung, die Redaktions-Service-Gesellschaft (RSG), wird aufgelöst und ihre Aufgaben durch das Madsack eigene Redaktions-Netzwerk-Deutschland (RND) mit Sitz in Hannover übernommen.

Tarifflucht und Niedriglöhne, das sind also die Mittel eines Konzerns mit einer Mehrheitsbeteiligung durch die SPD! Siegmar Gabriel sagte im März 2015 :

Zu allererst geht es nicht darum, wie es der SPD geht, sondern ob die Menschen in Deutschland etwas von unserer Politik haben. Aber das wichtigste ist doch, dass man Politik der Sache und der Menschen wegen macht. Erst wenn die Menschen sicher sind, dass man es ernst meint, wird man auch gewählt.“

Wir sind uns sicher, die entlassenden Menschen des Madsackkonzerns haben den Herrn Gabriel ganz genau verstanden und diese Madsack-Geschichte trägt bestimmt zu weiteren SPD-Wahlerfolgen bei.

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