
Lothar Wilken
Lothar Wilken, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Unternehmerverbände Mecklenburg Vorpommern e.V. hat sich eigene Gedanken zu den Fehlentwicklung der Rettungsmaßnahmen für die Finanzkrise gemacht. Er hat auf seinem Facebookprofil einen Brief an die Europäische Zentralbank (EZB) geschickt:
Sehr geehrte EZB. Ich bin eine private Ein-Personenbank und möchte wie die 523 Banken des Euro-Raums an Ihrem Gelddruckprogramm („den Banken Geld in unbegrenzter Höhe auf Anforderung zur Verfügung stellen“), das Sie am 21. Dezember 2011 veröffentlicht haben, teilnehmen. Ich benötige für drei Jahre zwei Millionen Euro zu Ihrem Zinssatz von 1,0 Prozent. Damit kaufe ich wie gestern die BankendenSpaniernundItalienern dieneuen Schuldverschreibungen ab. Von den Spaniern bekomme ich 3,38 Prozent, aus Italien 2,74 Prozent pro Jahr. Dann kann ich genauso jubeln wie gestern derFinanzmarkt. Mein Gewinn pro Jahr ist 41 200 Euro. Ich führe selbstverständlich Steuern an den Deutschen Fiskus in Höhe von 12 566 Euro ab. Der freut sich dann auch. Von dem Rest mache ich Urlaub in Griechenland (das kurbelt deren Wirtschaft an) und konsumiere noch ordentlich im Land produzierte Waren. Das erhöht den Binnenkonsum, da freuen sich die Nachbarländer, weil wir nicht mehr so exportstark sind. Bitte beteiligen Sie mich an Ihrem tollen Programm. Über die Inflation reden wir später.
Herr Wilken bestätigt mit diesem Brief, die These von Gregor Gysi, da ja vom ersten Rettungspaket an, darauf hingewiesen hat: „Hier findet eine Rettung der Banken statt und nicht der verschuldeten Länder“
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