Reichensteuer möglich!

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Was die Verteilung von Vermögen angeht gehört die Bundesrepublik Deutschland zu den ungleichsten Demokratien der Welt. Die Vermögen deutscher Milliardäre sind 2025 inflationsbereinigt um 30 Prozent gestiegen, fast doppelt so stark wie im globalen Durchschnitt. Damit sind die Vermögen in Deutschland im Vergleich zu anderen EU- oder OECD-Ländern mit einer ähnlichen Einkommensverteilung sehr stark konzentriert. Somit wächst die Ungleichheit auch in unserem Land immer schneller und weiter. Das gefährdet das Zusammenleben und die Demokratie in unserem Land. 
Jetzt hat das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.) den Vorschlag der Linken zu einer Vermögenssteuer einmal durchgerechnet. Somit ließe sich mit diesem Konzept Steuerabgabe  auf große Vermögen bis zu 100 Milliarden Euro jährlich einnehmen. Dieses Geld, könnte die Armut bekämpfen, in dem es den sozial-ökologischen Umbau finanzieren könnte. Nämlich in Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Straßen, Nahverkehr und noch vieles mehr.
Und so sieht das Konzept unter anderem aus:

  • Vermögen werden erst ab 1 Mio. € besteuert.
  • Der Steuersatz beginnt bei 1% und steigt schrittweise: 5% ab 50 Mio. €, 12% ab 1 Mrd. €.
  • Für Betriebsvermögen gilt ein Freibetrag von 5 Mio. €.

Das würde bedeuten: Nur die reichsten 1,9 Prozent der Bevölkerung wären von der Vermögensteuer betroffen – aber die große Mehrheit würde davon profitieren!
Jetzt kommt natürlich wieder das Argument der Kapitalflucht ins Ausland (das scheue Reh). In der heutigen Zeit ist diese Kapitalflucht aber garnicht mehr so einfach. Denn in Deutschland gibt es die Wegzugsteuer für Unternehmen. Und diese gilt nicht nur für die Firmenanteile sondrn auch für Fonds und ETFs, allerdings erst ab einem Betrag von 500.000 Euro.

In einer repräsentativen Forsa-Umfrage aus dem Jahre 2024 sprechen sich 62% der deutschen Bevökerung für eine Vermögenssteuer aus. Und immer mehr Reiche fordern diese auch schon. 
Weil auch sie die große Gefahr der gesellschaftlicher Spaltung und dem „Kauf von Macht“ immer mehr erkennen.

 

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