Deutsche halten Medien für korrupter als das Parlament

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Korruption

© Pixelio.de/ Dieter Schütz

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat heute die Ergebnisse des Globalen Korruptionsbarometer 2013 vorgestellt. In Deutschland schneiden auf einer Skala von eins (überhaupt nicht korrupt) bis fünf (höchst korrupt) Justiz (2,6), Polizei (2,7), aber auch das Bildungswesen (2,7) besonders gut ab.
Spitzenreiter – im negativen Sinne – sind die politischen Parteien (3,8) und die Privatwirtschaft (3,7). Auch weltweit werden die politischen Parteien am häufigsten als die korruptesten Institutionen wahrgenommen. Auffällig ist das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Medien (3,6) in Deutschland. Sie rangieren erstmals hinter der Öffentlichen Verwaltung (3,4) und dem Parlament (3,4). Nichtregierungsorganisationen liegen mit 3,0 Punkten im Mittelfeld.
Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland: „Die kritische Berichterstattung durch die Medien spielt eine wichtige Rolle bei der Korruptionsbekämpfung. Es ist daher ein alarmierendes Zeichen, wenn das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien zu sinken scheint. Wir brauchen eine Diskussion darüber, wie die Unabhängigkeit und Qualität der Medien langfristig gewährt werden kann.“
Zunehmende wirtschaftliche Probleme, vor allem bei den Printmedien, prekäre Arbeitsverhältnisse von Journalisten und Abhängigkeiten von Anzeigekunden können in der Praxis immer wieder zu Interessenkonflikten führen.
Transparency Deutschland fordert daher, dass Strukturen und Prozesse der Verlage und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten unter dem Gesichtspunkt der Korruptionsbekämpfung und der Transparenz zu überprüfen und zeitgemäßen Compliancemanagementsystemen anzupassen sind. Darüber hinaus muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einem jährlichen Bericht detailliert und öffentlich über die Verwendung der Gebühreneinnahmen Auskunft geben.
Als Negativbeispiel der Medien sei hier noch einmal an das Putin-Interview der ARD, aus dem Jahre 2008, mit Thomas Roth, erinnert. Übrigens, das ist der Thomas Roth, der jetzt neuer Mister „Tagesthemen“ wird, als Nachfolger von Tom Buhrow.

P.S. Auch in diesem Jahr hat der deutsche Bundestag, Schärfere Regeln gegen Abgeordnetenbestechung, abgelehnt! Somit kann Deutschland auch weiterhin nicht die UN-Konvention gegen Korruption ratifizieren! Die Bundesrepublik Deutschland befindet sich somit in der besten Gesellschaft von Ländern wie Sudan und Somalia!

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