Bundesregierung schönt Armutsbericht

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Nein, wer hätte das gedacht. Die Bundesregierung schönt Berichte. Das macht sie bei den Arbeitslosenzahlen doch schon jahrelang. Also warum sollte sie dieses dann nicht auch bei ihren Armutsbericht machen? Außerdem haben wir doch die „Erfolgreichste Regierung seit der Wiedervereinigung„, da passen solche Meldungen aus dem ersten Entwurf des Armuts- und Reichtumsbericht

  • Während die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren Löhne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken. Die Einkommensspreizung hat zugenommen.
  • Dass manchen Alleinstehenden mit Vollzeitjob der Stundenlohn nicht für die Sicherung des Lebensunterhalts reicht. Dies verschärfe die Armutsrisiken und schwäche den sozialen Zusammenhalt.
  • Allerdings arbeiteten im Jahr 2010 in Deutschland knapp über vier Mio. Menschen für einen Bruttostundenlohn von unter sieben Euro.

nun überhaupt nicht ins Bild. So hat der FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nach Bekanntwerden der ersten Fassung gleich alle wissen lassen, dass der Bericht nicht „der Meinung der Bundesregierung“ entspreche. Ein Sprecher des Arbeitsministeriums pflichtete ihm sofort bei, es habe Veränderungswünsche gegeben. Dies sei innerhalb einer Ressortabstimmung in einer Koalition „ein ganz normaler Vorgang„.
Somit wissen wir jetzt ganz offiziell, dass es für die „erfolgreichste Regierung seit der Wiedervereinigung“ ein ganz normaler Vorgang ist, wenn sie Statistiken und Berichte schönt.

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