Betreuungsgeld ist nichts anderes als eine Herdprämie

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Herdprämie

Herdprämie © GoodNCrazy/Flickr

Die CSU hält krampfhaft am klassischen Familienmodell der 1950er Jahre fest, das nicht einmal die Lebens- wirklichkeit der eigenen Klientel abbildet. Sie will Frauen mit einem Taschengeld abspeisen – und das mit Billigung der Kanzlerin. Das Betreuungsgeld ist eine teure Fehlinvestition. Noch immer fehlen über 450.000 Kinderbetreuungsplätze bis 2013, werden hochaus- gebildete Mütter, die arbeiten wollen, ins gesell- schaftliche Abseits gedrängt.
Wir fordern die Bundeskanzlerin auf, diesen unsozialen Nonsens zu stoppen und die Mittel in Höhe von rund 2 Milliarden Euro, die für das Betreuungsgeld geplant sind, in den Ausbau von Kindertagesstätten sowie in die Ausbildung von Erziehrinnen und Erziehern zu stecken.
Wenn diese Bundesregierung doch nur einmal aufrichtig zu ihrem Volk wäre. Es wird nämlich das Ziel verfehlt werden, wie während der Wahl versprochen, dass im Jahr 2013 jedem Kind einen Platz in einer Kindertagesstätte angeboten werden kann. Die Herdprämie soll nur aus diesem Grund eingeführt werden.

Quelle: Caren Lay

1 Kommentar

  • M. Jeschonneck sagt:

    Dazu kommt noch, dass diese „Unterstützung“ den Familien, die wirklich jeden Euro bräuchten, garnicht hilft. Bei Familien mit zwei – mittlerweile fast üblichen – Geringverdienern wird sicher kein Elternteil daheim bleiben, weil es dafür jetzt 150 Euro gibt. Die kommen garnicht über die Runden, wenn ein Arbeitseinkommen wegfällt. Dieses monatliche Geld ist so gesehen wieder ein Geschenk an Menschen mit sowieso schon sehr gutem Einkommen.

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